Versätze

Streben sind in fachwerkwänden wichtige Elemente für die Längsaussteifung. Da eine Strebe schwere Lasten aufnehmen muss, genügt eine Verzapfung nicht mehr. In solchen Fällen werden Versätze angewandt. Um die Versatztiefe festzulegen, sollte man die Strebenneigung grob kennen. Je steiler die Strebe eingebaut wird, desto größer ist die Abscherungsgefahr, also muss die versatztiefe größer sein.

Es gibt:

  • den winkelhalbierenden Stirnversatz:
    Winkelhalbierende zwischen Schwellenoberkante und Strebenkante mit langem Eck.
  • Fersenversatz (Rückversatz):
    Rechtwinklig zur Strebenkante mit kurzem Eck. Die Fläche, die auf der Schwellenoberkante liegt, ca. 2mm kürzer absägen, wegen der Spaltgefahr.
  • Doppelter Versatz:
    Dieser kann aus zwei Winkelversätzen, zwei Rückversätzen oder aus einer Kombination bestehen.

Zur Sicherung gegen seitliches Abrutschen kann man einen Versatz verzapfen oder seitlich mit Lochblechen versehen.