Gerberstoß

Der Pfettenquerschnitt ist bei einer durchlaufenden Pfette (aus einem Stück) am wirtschaftlichsten. Bei der Anordnung des pfettenstoßes im Momentnullpunk wird der gleiche Effekt erreicht. Diese Art des Pfettenstoßes im Hohlen wurde von Gerber 1880 in München erstmals angewandt. Der aufgelegte Stoß erzeugt Querzugrisse und benötigt zusätzlich Heftbolzen um das Reißen des Holzes zu verhindern.

In den 30er Jahren wurde von Dr. Staudacher aus Zürich der Gerberstoß zum aufgehängten Pfettenstoß weiter entwickelt. Diese Ausführung erübrigt die Schlenzschrauben, ist jedoch beim Aufrichten etwas schwieriger.
Die Schraubbolzen und Unterlegscheiben müssen den auftretenden Belastungen entsprechen.
Dieser Gelenkstoß sollte bei zweiachsiger Beanspruchung mit einem Dübel in der Fuge (oder ähnlichem) ausgeführt werden.

Es gibt den ursprünglichen Gerberstoß in verschiedenen Varianten, z.B. mit Hartholzeinlage, Dübel, als Hakenblatt mit und ohne Keileinlage.

Gerberstoß (nach Gerber, um 1880), veraltete Ausführung:

Gerberstoss (nach Gerber)

Gerberstoss (nach Gerber)

Das schräge Hakenblatt beim Stoß im Hohlen (Gelenk oder Gerberpfette), wurde ursprünglich so ausgeführt und wird heute so nicht mehr angewandt.

Gerberstoß (weiter entwickelt nach Staudacher), verbesserte Ausführung:

Gerberstoß nach Staudacher

Gerberstoß nach Staudacher