Dachgauben

Vergrößerung der Wohnfläche im Dachgeschoss mit Dachgauben

In Wohnhäusern können je nach Größe und Baustil die Wohnräume im Dachgeschoss so liegen, dass für Lichteinfall und Belüftung eine Öffnung der Dachfläche nötig wird. Solche Öffnungen können zum einen mit Dachfenstern hergestellt werden und zum Anderen mit Gauben, die den Vorteil haben, dass zusätzlich zum Lichteinfall auch noch eine Wohnraumvergrößerung mit ausreichender Wohnraumhöhe entsteht, die auch als Stellraum für Möbel genutzt werden kann.

Die Seitenwände der Schleppdachgaube erscheinen als dreieckige senkrechte Flächen, die der Zimmerer meistens mit Brettern verschalt.

Bei Sparrem- und Kehlbalkendächern darf die Gaubenbreite höchstens über zwei Sparrenfelder gehen. Bei Pfettendachstühlen können auch breitere Gaubenkonstruktionen durchgeführt werden. Sie werden dann stehend ausgebildet: d.h. die Gaubensparren haben ihr oberes Auflager auf der Zwischenpfette oder auf den Dachsparren und ihr unteres Auflager auf der Gaubenpfette, die durch Pfosten unterstützt ist.
Schleppdachgauben, die nur über zwei Sparrenfelder gehen, werden im Normalfall auf der Dachfläche aufgesetzt. Die Hauptdachsparren welche die Gaube tragen und begrenzen müssen, sollte der Zimmermann deshalb etwas stärker als die übrigen Sparren dimensionieren.

Dachgauben

Dachgauben

Die Leichtbauwand

Zum unterteilen von großen Innenräumen benutzt man häufig Leichtbauwände. Sie dürfen im Gegensatz zu Massivwänden weder tragende noch aussteifende Wirkung haben. Das heißt, die Leichtbauwand darf nicht als Stütze einer Decke benutzt werden. Leichte Wände dürfen ein maximales Gewicht von 150 kg/m² haben. Der Bau von Leichtbauwänden gehört mittlerweile ebenfalls zum Aufgabengebiet eines Zimmerers.
Leichte Trennwände finden nicht nur im Holztafelbau Verwendung. Auch im Massivbau, insbesondere in Schulen, Krankenhäusern oder Verwaltungsgebäuden werden leichte Trennwände eingebaut.
Die gebräuchlichsten Leichtbauwände sind Montagewände. Leichte Wände sind in Ständerbauweise erstellte beidseitig beplankte Wände. Sie werden je nach Anforderung ein- oder zweischalig hergestellt.
Die Ständer können aus Metallprofilen oder Holzständern hergestellt werden. Die Beplankung besteht in der Regel aus Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten oder plattenförmigen Holzwerkstoffen. Innenwandelemente müssen insbesondere den Anforderungen des Schallschutzes entsprechen. Beim Einbau von Türen muss darauf geachtet werden, dass man keine Rasterständer als Türpfosten verwendet. (Stabilitätsgrund)
Man muss einen Türpfosten anbringen, der mindestens 10 cm vom Rasterständer entfernt ist.
Die Platten müssen über die Türöffnung durchgelegt werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Plattenstöße aus Gründen der Stabilität versetzt werden müssen.

Beispiel einer Leichtbauwand:

Leichtbauwand

Leichtbauwand

Berechnung einer Leichtbauwand:
Pfosten 6/6 einlagig mit GKB 12,5mm beplankt in kg/m²

GKB 12,5 mm 2m² ~ 25 kg
2,5 lfm Rahmen 6/6 ~ 5 kg
1 m² Dämmung ~ 1 kg

ergibt in Summe ca. 31 kg/m²