Zweiseitiger Ringkeildübel, Rundholzdübel aus Eiche, einseitiger Einpressdübel, zweiseitiger runder Einpressdübel
Dübel sind überwiegend auf Druck und Abscheren beanspruchte Verbindungsmittel. Sie ermöglichen über eine kleine Fläche hohe Anschlusskräfte zu übertragen.
Dübel bestehen aus trockenem Hartholz (z.B. rechteckige Dübel) oder aus Metall (z.B. Scheibendübel, Tellerdübel, Ringdübel und Krallendübel).
Nach der Art des Einbaus unterscheidet man zwischen:
- Einlassdübel: Diese werden in vorbereitete passende Vertiefungen des Holzes eingelegt.
- Einpressdübel: Einpressung ohne Benutzung von Bohr-, Nut- oder Fräswerkzeug in das Holz
- Einlassdübel / Einpressdübel: Diese Dübelart wird teils eingelassen und teilweise eingepresst
Dübel dürfen nur für Holz mindestens der Sortierklasse S10, Einpressdübel nur für Nadelholz verwendet werden.
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Schwalbenschwanzkamm, Kreuzkamm, Mittelkamm, Stufenkamm
Verkämmungen kommen bei Auf- und Anverbindungen zur Anwendung. Diese Verbindungen sind Querverbindungen bei denen die Konstruktionshölzer nicht auf einer Ebene liegen müssen. Z.B. Anschlusspunkt der Deckenbalken zwischen Schwelle und Pfette im Fachwerkbau oder Anschluss einen Zangenpaares an einem Pfosten bei Dachgebinden.
Verkämmungen geben den Verbindungen eine bessere Steifigkeit, sie sichern die Hölzer vor eventuellem Verschieben und Verlaufen. Alle Verkämmungen setzen saubere fachmännische Arbeit voraus und müssen genau passen. Im Allgemeinen beträgt das Kammaß 2 cm. Dies hängt jedoch von der Balkenstärke ab. Bei unterschiedlichen Balkenstärken sollte die Verkämmung so gewählt werden, dass es nicht zu einer großen Schwächung der Balken kommt.
Deshalb geht man bei unterschiedlichen Balkenstärken nicht vom Kammaß aus, sondern vom Obholzmaß.
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Holz ist hydroskopisch und passt seinen Feuchtegehalt der Umgebungsluft an. Infolge des Quellens und Schwindens treten Formveränderungen auf.
Die Ursachen dafür sind das ungleiche Schwinden
- in den verschiedenen Richtungen
- in Splint und Kern
Während des Trocknens versuchen die Jahresringe gerade zu werden. Außerdem führen zu rasches und ungleichmäßiges trocknen zu Rissen und Drehwüchsigkeit.
Halbholz -> Splintseite wird hohl
Viertelhölzer verformen sich im Querschnitt zu unregelmäßigen Vierecken.
Seitenbretter werden an der linken Seite hohl und schmäler
Kernbretter verjungen sich zum Rand hin und verschmälern sich
Bretter mit stehenden Jahresringen verschmälen sich nur kaum und sind daher ideal für Fußböden geeignet.
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Beispiel Konstruktion / Berechnung:
Viertelsgewendelte halbgestemmte Rechtstreppe
Zuerst muss auf der Baustelle die Geschosshöhe und das Treppemgrundmaß gemessen werden. Dabei muss noch geprüft werden, ob die Wände rechtwinklig zueinander stehen. Nun kann der Grundriss der Treppe aufgerissen werden, da die Grundmaße und die Treppenlaufbreite bekannt ist. Als nächstes muss die Lauflinie in den Grund eingezeichnet werden.
Nachdem muss die Lauflinienlänge ermittelt werden.
Die Lauflinie beginnt von Oberkannte 1. Stufe bis Vorderkante letzter Stufe.
Lauflinie:
Länge 1 = 0,48 m
+ Länge 2 = 0,51 m
+ Länge Kreis = 0,86 m
Zusammen ergibt dies 1,85 m
Stockhöhe:
145,5 / 18 = 8,08 Steigungen
145,5 / 8 = 18,18 cm = Steigungshöhe
Auftrittsbreite: 1,85 m / 7 = 26,43 cm ( 1 Steigung weniger)
Nun muss die Lauflinienlänge geteilt durch 7 gerechnet werden und man erhält die Auftrittsbreite auf der Lauflinie. Nun müssen noch die Tritte eingeteilt werden. Eine regelmäßige Trittbreite sollte stets gewählt wreden.
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Treppenformen:
Es gibt einläufige - z.B. gerade, 1/4 gewendelte Treppen, 2x 1/4 gewendelte Treppen, bogenförmige Treppen und Wendeltreppen.
Mehrläufige Treppen sind gerade oder gewendelt mit Zwischenpodest.
Treppenformel:
Die Treppenformel lautet 2x Steigungshöhe + 1x Auftrittsbreite = 63 cm (61-65 cm)
Richtwerte für Steigungshöhen:
Kopfhöhe mindestens 2m
Geschosstreppen in öffentlichen Gebäude ~ 15 cm
Mehrfamilienhäuser ~ 16 cm
Einfamilienhäuser ~ 17-18 cm
Keller / Bühnentreppen ~ 18-20 cm
Beispiel einer Treppenberechnung:
Gegeben: Geschosshöhe Oberkante Decke bis Oberkante Boden 2,65cm (maximale Steigungshöhe 18cm).
- 265 cm / 18 cm = 14,72 -> gewählt 15 Steigungen
- 265 cm / 15 Steigungen = 17,66 cm = Steigungshöhe
- 63 cm - 2x 17,66 cm = 27,6 cm = Auftrittsbreite -> 28 cm
Ergebnis der Berechnung:
- 15 Steigungen
- Steigungshöhe 17,66 cm
- Auftrittsbreite 28 cm
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Der Pfettenquerschnitt ist bei einer durchlaufenden Pfette (aus einem Stück) am wirtschaftlichsten. Bei der Anordnung des pfettenstoßes im Momentnullpunk wird der gleiche Effekt erreicht. Diese Art des Pfettenstoßes im Hohlen wurde von Gerber 1880 in München erstmals angewandt. Der aufgelegte Stoß erzeugt Querzugrisse und benötigt zusätzlich Heftbolzen um das Reißen des Holzes zu verhindern.
In den 30er Jahren wurde von Dr. Staudacher aus Zürich der Gerberstoß zum aufgehängten Pfettenstoß weiter entwickelt. Diese Ausführung erübrigt die Schlenzschrauben, ist jedoch beim Aufrichten etwas schwieriger.
Die Schraubbolzen und Unterlegscheiben müssen den auftretenden Belastungen entsprechen.
Dieser Gelenkstoß sollte bei zweiachsiger Beanspruchung mit einem Dübel in der Fuge (oder ähnlichem) ausgeführt werden.
Es gibt den ursprünglichen Gerberstoß in verschiedenen Varianten, z.B. mit Hartholzeinlage, Dübel, als Hakenblatt mit und ohne Keileinlage.
Gerberstoß (nach Gerber, um 1880), veraltete Ausführung:

Gerberstoss (nach Gerber)
Das schräge Hakenblatt beim Stoß im Hohlen (Gelenk oder Gerberpfette), wurde ursprünglich so ausgeführt und wird heute so nicht mehr angewandt.
Gerberstoß (weiter entwickelt nach Staudacher), verbesserte Ausführung:

Gerberstoß nach Staudacher
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Streben sind in fachwerkwänden wichtige Elemente für die Längsaussteifung. Da eine Strebe schwere Lasten aufnehmen muss, genügt eine Verzapfung nicht mehr. In solchen Fällen werden Versätze angewandt. Um die Versatztiefe festzulegen, sollte man die Strebenneigung grob kennen. Je steiler die Strebe eingebaut wird, desto größer ist die Abscherungsgefahr, also muss die versatztiefe größer sein.
Es gibt:
- den winkelhalbierenden Stirnversatz:
Winkelhalbierende zwischen Schwellenoberkante und Strebenkante mit langem Eck.
- Fersenversatz (Rückversatz):
Rechtwinklig zur Strebenkante mit kurzem Eck. Die Fläche, die auf der Schwellenoberkante liegt, ca. 2mm kürzer absägen, wegen der Spaltgefahr.
- Doppelter Versatz:
Dieser kann aus zwei Winkelversätzen, zwei Rückversätzen oder aus einer Kombination bestehen.
Zur Sicherung gegen seitliches Abrutschen kann man einen Versatz verzapfen oder seitlich mit Lochblechen versehen.
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